Warum alle Uhrensnobs über diese brandheiße, dänische Uhr sprechen

Spätestens wenn ein Modell sogar bei den kleinkariertesten aller Uhrenliebhaber:innen in aller Munde ist, dann empfiehlt es sich, der Sache einmal selbst auf den Zahn zu fühlen.

In Sachen Uhren gibt es zwei Arten von Leuten:

Die Enthusiast:innen, die sich einfach für die Materie begeistern können und diesen Enthusiasmus auch gerne mit anderen teilen…

Und die Snobs: die, die ein solch passioniertes Hobby im Uhrenhandwerk gefunden haben, dass sie fast dogmatisch darüber referieren können. Für sie sind Uhren nicht bloß funktionale Accessoires, mit denen man seine Kolleg:innen bei der Kaffeepause beeindrucken kann, sondern wahrhaftige Kunstwerke, die respektiert gehören. 

Solltest du selbst einen Snob kennen, dann weißt du ja wie nervig das teilweise sein kann. Sie werden dir weismachen wollen, dass Quartz-Laufwerke keine formvollendete Handwerkskunst ist, oder dass nur in der Schweiz gemachte Uhren tatsächlich von qualitativem Wert sind, und dass jede Uhr unter €1000 eigentlich gar nicht der Rede wert ist. Kurz gefasst, sie versuchen anderen ihre Meinung aufzuzwängen.

Wenngleich diese Snobs gehörig auf die Nerven gehen können, muss man ihnen trotzdem lassen, dass sie ein Händchen für ihr Fachgebiet haben. Sie sind gut darin, versteckte Schätze ausfindig zu machen, schon bevor sie im Mainstream als Must-Have angekommen sind. 

So stand beispielsweise mal, vor langer Zeit, eine Rolex Submariner schon für €150 zum Verkauf – eine nicht weiter bemerkenswerte Uhr, die von Tauchern benutzt wurde. Heutzutage ist die Nachfrage nach einer Rolex Submariner so hoch, dass Leute teilweise bereit sind, sich auf eine bis zu 4-jährige Warteliste eintragen zu lassen, bis sie endlich an einen dieser geradezu legendären Zeitmesser herankommen. Die exklusivsten ihrer Gattung rangieren überhalb der €10.000-Marke. 

Aber wie kam es dazu? Simpel, eigentlich. Die Uhr wurde in Medien von besagten Snobs, den Connoisseuren sozusagen, hoch gelobt, lange bevor die Uhr auf dem Markt rein für sich ein großes Interesse genoss. 

Und auf die gleiche Art und Weise unterhalten sich aktuell die Snobs über eine Uhr aus Dänemark, die ihr Genre wie im Sturm zu erobern scheint. 

Das interessante daran ist, dass auch diese Uhr, ungleich vieler andere Modelle, über die sich die Snobs gerne unterhalten, weit unter €1000 kostet und obendrein nicht aus der Schweiz, sondern eben aus Dänemark kommt und nicht über ein mechanisches Laufwerk funktioniert.

Warum in aller Welt würden diese Leute aber dann in solch hohen Tönend davon sprechen? Was kann an einer dänischen Uhr so besondern sein, dass selbst die Purist:innen mit der “heiligen Dreifaltigkeit” brechen würden?

In diesem Artikel werde ich mich der Sache selbst nähern und mit einer Handvoll Uhrensammler:innen sprechen und versuchen zu verstehen, warum diese nordische Uhr so gut bei der Elite ankommt. Die Befragten, die lieber anonym bleiben wollten, haben jeweils Sammlungen mit mindestens 11 und bis zu 37 Uhren. Und an der neuen dänischen Uhr, um die es hier gehen soll, sind sie übrigens auch interessiert!

Wie heißt die Uhr und warum ist sie so beliebt?

Die Uhr im Mittelpunkt ist der Philosopher der dänischen Uhrenfirma Nordgreen. Dieser minimalistische, elegante Zeitmesser hat seinen guten Ruf einer Reihe an Gründen zu verdanken:

Zuerst dem, dass er vom Dänen Jakob Wagner entworfen wurde, einem preisgekrönten Designer mit eigenem Ausstellplatz im MoMa in New York. Wagner hat sein Handwerk zuvor bei Unternehmen wie Bang & Olufsen, Hay oder Capelline geübt. Schon fünf mal hat er den iF Design Award in der Kategorie Produkt erhalten, sowie einen Designer of the Year Award.

In der Uhrenwelt ist sowas immer ganz besonders interessant – wenn also Künstler:innen mit Uhrmacher:innen kollaborieren, wie mir ein 42-jähriger, deutscher Sammler erklärt:

“Uhren, die aus solcher Zusammenarbeit entstehen sind heißbegehrt unter Sammler:innen. Und das nicht bloß wegen ihres ästhetischen Appeals, sondern teils auch weil der Name des Künstlers oder der Künstlerin einen Wert für sich hat, der auf die Uhr übertragen wird”, heißt es.

“So hat, zum Beispiel, Hublot sich jüngst mit einem der erfolgreichsten, zeitgenössischen Künstlern der Welt verpartnert, dem Franzosen Richard Orlinski, um ihre Classic Fusion Aerofusion Chronographen Kollektion umzudesignen. 2018 auf dem Markt lanciert, ist ein solches Modell schon ein begehrter Klassiker unter Expert:innen.”

“Solltest du ein Fan von Superheld:innen sein, dann hast du vielleicht auch schon von der Audemars Piguet Royal Oak ‘Black Panther’ Uhr gehört. Eine äußerst limitierte Edition, die AP in Kollaboration mit Marvel lancierte. Das Interesse an dieser Uhr ist unvorstellbar hoch. Zur Feier des Launches wurde ein Einzelstück für $5.2 Millionen versteigert!”, erzählt er lächelnd. 

“In diesem Sinne glaube ich, dass der Grund dafür, dass so viele den Philosopher in ihrem Besitz sehen wollen, der ist, dass er aus der Feder Jakob Wagners stammt, dessen Ästhetik von Vielen wertgeschätzt wird. Kenner:innen wollen nicht bloß eine Uhr, sie wollen ein edles Stück Handwerk, gekennzeichnet von einem Designer oder einer Designerin, den oder die sie bewundern.”

Damit wäre nun zumindest ein Grund dafür geklärt, dass Leute den Philosopher gut finden – seine Nähe zum Designer Jakob Wagner. Aber was hat es denn mit den materiellen Qualitäten der Uhr auf sich?

 

Warum Expert:innen von der Qualität des Philosophers überrascht sind

Der zweite Grund dafür, dass der Nordgreen Philosopher so beliebt ist unter Snobs, scheint seine Qualität zu sein, die angeblich weit höher ist als bei anderen Uhren in vergleichbarem Preissegment für unter €1000. 

Schaut man sich das Stück genau an, so kann man doch auch schon nachvollziehen warum…
Zunächst wäre da das spezielle Design, mit dem asymmetrischen Zeiger, der aussieht wie eine Klinge, die durch die Sekunden und Minuten und Stunden des Tages hindurch schneidet. Laut Jakob Wagner ist diese Metapher ganz absichtlich gewählt, um zu verbildlichen wie wir durch die Zeit gleiten.

Zum anderen wäre die Liebe zum Detail, die um Längen über das hinausgeht, was Konkurrenzmodelle bieten würden – zumindest wenn man einem Londoner Investment-Bänker glauben möchte, der über eine stolze Sammlung an 28 Luxusuhren verfügt. 

“Ich bin für gewöhnlich kein Freund nordischer Uhren, aber diese hier hat mich um den Finger gewickelt. Jedes Element dieser Uhr hat Persönlichkeit. Das Gehäuse, zum Beispiel, ist trapezförmig, und dadurch eher ungewöhnlich. Das evoziert eine Tiefe, ein Relief das an Topmodelle von Omega erinnert.”

“Die Krone sticht auch ins Auge: der Grip ist praktisch und die Oberfläche mit dem Logo der Marke versehen – ein Detail, das normalerweise nur Luxusuhren aufweisen”, erklärt er.

“Zu guter Letzt gefiel mir auch die Rückseite der Uhr, in die mit Laser eine Sanduhr graviert ist, die subtil daran erinnern soll, dass wir die Zeit, die wir haben, nutzen sollten. Es sind kleine, leidenschaftliche Details wie diese, die eine gute Uhr von einer durchschnittlichen Uhr unterscheiden und den Philosopher für jedwede Sammlung qualifizieren.”

Die "grünste" Uhr auf dem Markt?

Als letztes Argument für den Philosopher spricht seine Nachhaltigkeit:

“Viele, die von Uhren eine Ahnung haben, möchten mindestens eine Uhr in ihre Sammlung eingliedern, die explizit nachhaltig ist. Nicht, weil das gerade trendy ist, sondern weil vor allem die jüngere Generation an echten Bemühungen zugunsten der Umwelt interessiert ist”, so ein 53-jähriger Österreicher. 

Damit hat er recht: Laut einer Deloitte-Studie sind 60% aller Konsument:innen an Nachhaltigkeit interessiert, und stolze 71% der Millennials suchen ganz konkret danach in den Uhren, die sie kaufen.

“Das Problem dabei ist: Selbst für erfahrene Sammler:innen ist es gar nicht so einfach, eine nachhaltige Uhr zu finden. Bei all den ‘Green Brands’ auf die man heutzutage stößt, bleibt oft die Qualität auf der Strecke, weil alles Geld in die Vermarktung der vermeintlichen Umweltfreundlichkeit geht. Am Ende vom Tag interessieren sich Uhrensammler:innen nämlich dann doch mehr für Qualität als dafür, ob das Material fair gewonnen wurde oder aus abbaubarem Bambus aus Bangladesh besteht”, verlautet er. 

“Nordgreen hingegen hat da gute Arbeit geleistet mit dem Philosopher. Er ist so nachhaltig wie er eben sein kann und punktet aber gleichzeitig mit qualitativer Hochwertigkeit und schneidet damit besser ab, als vergleichbare Produkte. Er ist wohl das am besten gemachte, nachhaltige Modell da draußen, und das macht ihn für Leute wie mich so attraktiv.”

Um mehr über ihre Nachhaltigkeit zu erfahren, habe ich mich mal durch Nordgreen’s Webseite geklickt. Mein persönliches Fazit: Sie machen das alles ziemlich gut!

Zum einen nutzen sie für ihre Verpackungen ausschließlich FSC-zertifiziertes Materialen und sind annäherend klimaneutral mit ihrer Manufaktur.

Zum anderen verwenden sie allerlei recyceltes Material für ihre Uhren. Die Gehäuse sind aus 100% recycelbarem 316L Edelstahl. Alle Uhren kommen derzeit außerdem mit einem Greenguard-zertifiziertem, veganem und schadstofffreiem Armband aus Lederimitat. 

Außerdem ist das Unternehmen sehr transparent was ihr Nachhalitgkeits-Engagement anbelangt. Dazu gehört das Giving Back Programm: eine wohltätige Initiative in Zusammenarbeit mit drei internationalen NGOs, die sich jeweils für Bildung, Gesundheit und Umwelt einsetzen. 

Jedes Nordgreen Produkt kann entweder zwei Monate an Trinkwasser für jemanden in Zentralafrika, einen Monat Schule für ein Kind in Indien, oder geschützte Regendwaldfläche in Lateinamerika gewährleisten. 

So sind die Kund:innen Nordgreens nicht bloß stolze Besitzer:innen schöner Uhren, sondern auch Unterstützer:innen guter Zwecke. Die dänische Firma ist derzeit eine von sehr wenigen, die ein solches Projekt betreibt. 

Alles in allem kann man obendrauf auch noch mal auf die Kund:innenzufriedenheit aufmerksam machen. Nordgreen hat ist mit 4.8 von 5 Sternen auf Trustpilot bewertet, auf Basis von über 3000 Beiträgen.

Entdecke die gesamte Kollektion von Nordgreen

Aktuell gibt es zu jeder Uhr ein veganes Armband und einen ökologischen Jutebeutel geschenkt.

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